Notwehr auf Österreichisch

Nachdem ich mich zuletzt in die Fußballerinnen der Deutschen Nationalmannschaft verliebt hatte, war jetzt (mal wieder) Moritz Eisner dran, der geilste Kommissar Österreichs (Kottan nicht mitgezählt). Vorvergangenen Freitag wiederholte die ARD nämlich einen Tatort von 2009, in dem sich eine höchst geile Szene abspielte.

Zur Vorgeschichte. Moritz Eisner fährt einen ziemlich geilen dunkelgrauen Golf GTI – nennen wir ihn den schönen Horst. Wenn man nach den Kameraeinstellungen geht, spielt der schöne Horst die Hauptrolle in diesem Tatort. Leider erfordert das Drehbuch, dass der schöne Horst einen Kratzer bekommt, nämlich indem ihn eine extrem gut aussehende Dunkelhaarige beim Ausparken mit ihrem abwrackwürdigen Peugeot streift. Just in dem Moment kommt Herr Eisner ins Bild.

Ge bitte, was is denn das für ein Trampel?

Zu seiner Entschuldigung: Da hatte er die Frau noch nicht gesehen. Es kommt, wie es kommen muss: Die beiden verabreden sich zum Kaffee. Da Eisner jedoch nicht mit Tagesfreizeit gesegnet ist, wird daraus ein Abendessen. Die Frau ist Klavierprofessorin und spielt ihm was Nettes vor. Der schöne Horst gerät derweil in Vergessenheit – so war das mit VW bestimmt nicht abgemacht.

Leider muss Eisner das Abendessen verlassen, weil er erfährt, dass eine Frau namens Kubicek in seinen aktuellen Fall verwickelt ist. In deren Wohnung wird er dann von einem Bösen angegriffen und mit einem Messer erheblich an der Schulter verletzt. Kurz bevor der Böse die Kubicek erschießen kann, greift der verletzte Eisner selbst zur Waffe und erschießt die Sau, also den Bösen. Er schnappt sich dessen Telefon.

Im Krankenhaus hört er die Mailbox des Bösen ab und erkennt die Stimme der Klavierprofessorin. Sie hatte den Bösen über sein Erscheinen informiert. Nun ist er auch seelisch schwer verletzt. Er nimmt sich unter Schmerzen die Bandagen ab und entlässt sich ganz formlos selbst aus dem Krankenhaus. Schnitt. Der schöne Horst ist endlich wieder im Bild, über die Straße brausend, und in ihm sitzt Eisner, mit einer Mordswut im Bauch und einem riesigen Blutfleck auf dem Hemd. Nur mit Mühe steigt er aus dem schönen Horst aus.

Er stellt die Klavierprofessorin zur Rede, hält ihr das Telefon ihres Komplizen ins Gesicht. Die Professorin guckt unschuldig, zieht dann aber eine Waffe. Mit letzter Kraft kann er sich wehren, und so gehen zwei Schüsse nur in den Boden. Jetzt sind bei ihm alle Dämme gebrochen – er packt die Professorin an ihren langen Haaren und wirft sie auf den Klavierschemel. Nun zieht er seinerseits eine (ungleich größere) Waffe, und die höchst geile Szene beginnt.

Eisner: Was war das für eine Scheiße bei der Kubicek?
Professorin: (schweigt)
Eisner: RED'!
Professorin: FICK DICH!
Eisner (keuchend): Okay, pass auf. Du hast zweimal auf einen Polizeibeamten geschossen. Wir haben die Schmauchspuren auf deinen Händen, wir haben die Fingerabdrücke auf der Waffe. Und jetzt erklär ich dir, was Notwehr auf Österreichisch heißt. Zuerst schieß ich in die Wand. Dann schieß ich in deinen Oberschenkel. Dann schieß ich in deinen Bauch. UND DAS TUT SEHR WEH, IST DAS KLAR? ALSO LOS, RED'!
Professorin: Leck mich am Arsch!
Eisner: (schießt ohne zu zögern in die Wand)
Professorin: (kreischt)
Eisner: Red', hab ich gesagt!
Professorin: Die Schlampe wusste zu viel.
Eisner: Weiter!
Professorin: (zögert)
Eisner: (zielt auf ihr Bein) Eins! Zwei!
Professorin: Wir haben den Sohn von der Familie Weber geholt.
Eisner: Wo ist der jetzt?
Professorin: (schüttelt den Kopf) Weiß ich nicht.
Eisner: Wo ist er? Eins! Zwei!
Professorin: Auf einem ukrainischen Schiff!
Eisner: Na geht doch! (verlässt den Raum)

Ich hab die Szene online gestellt (sogar schon ab der Stelle, die ich oben mit Schnitt gekennzeichnet habe). Damit ihr das Video sehen könnt, muss ich es für euch freischalten. Dafür benötige ich euren Namen bei YouTube oder Google+.

Oder ihr nehmt das hier so lange.

Matthias Büchse am 3. August 2013

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